LKM Ns2f


Sie ist 1995 mit einer UNIO von der Holzverarbeitung Oppelhain zur Anlage gekommen. Dieser Typ ist einer der verbreitetsten in der DDR gewesen, deshalb ist hierzu nicht viel zu sagen.

Der Zustand in dem sie war als sie zu uns kam könnte man mit restauriert aber nicht fertig geworden umschreiben. Der Lack war ausgeblichen, aber sogut wie neu. Es fehlten sämtliche Kleinteile wie Lampen, Schilder, Elektrik, Getriebeölfilter, Motorhalter, Sandkasten und der Motor war nur reingestellt.

Trotz des Aufwandes wird die Inbetriebnahme sich auf unbestimmte Zeit aus Mangel an Zeit und besonderer Teile erst einmal verschieben. Später soll sie dann Fahrten auf der Anlage des Fördervereins unternehmen können, da unsere Gleisanlage nicht für so große Brummer gebaut ist.


Die technischen Daten:

 
Hersteller LKM Babelsberg
Typbezeichnung Ns2f
Baujahr 1956
Fahrzeug-Nr. 248754
Spurweite 600 mm
 
Hauptabmessungen  
Dienstgewicht 6,2 t
Geschwindigkeiten 4 - 8 - 12 km/h
kleinster Krümmungshalbmesser 12 m
Achsabstand 1050 mm
Gesamtlänge üP 3090 mm
Breite 1300 mm
Höhe über SO 2300 mm
 
Hauptmerkmale
Motor EM L 2-15
Motorleistung 30 PS
Drehzahl des Motors 1500 U/min
Getriebe 3- Stufenschalgetriebe
Kraftübertragung (Motor/ Achse) Blindwelle / Stangen
elektrische Anlage 12V / 24V (elektrische Licht, Signal und Startanlage)
Starteinrichtung elektrischer Anlasser mit Dekompression
Farbe (Rahmen/ Achsen/ Aufbauten) rot/ rot/ olivbrau RAL8008
 
Technische Daten des Motors
Baumusterbezeichnung EM L 2-15
Hersteller VEB Dieselmotorenbau Nordhausen
Motornummer
Dauerleistung 30Ps
Drehzahl 1500 U/min
Zylinderzahl 2
Arbeitsweise Viertakt-Diesel-Vorkammer
Durchmesser/Hub 120 mm/ 145 mm
Hubraum gesamt 3280 cm³
Kraftstoffverbrauch 196 g/PSh
Kühlart Lufkühlung per Axialgebläse
Motorgewicht (ohne Schwungrad) 399 kg (--- kg)
Ölverbrauch 80- 100 g/h
Ölmenge/Sorte 10- 18 Liter /03Mot HD8

Die Aufarbeitung:

 
So kam sie zur Feldbahn- Guben   Einbau des Motors nach dem herstellen neuer Motorhalter
 
Ganz Feldbahnmäßig mit einer Rüstung und nem Kettenzug   danach kam der Vorbau wieder drauf, was dann nach der Lackierung in Rehbraun ersteinmal alles war
 
Soweit erst einmal komplett aber nicht funktionsfähig   Der Motor ist noch nicht angeschlossen und lauffähig
 
Der Austauschmotor, noch nicht ganz komplett   die fehlenden Teile der Verbindung zwischen Motor und Getriebe
   
Von der anderen Seite    
 
Eigenbau Auspuffanlage mit kleinem Schalldämpfer   Der Motor wurde um die fehlenden Komponenten (Dieselleitungen, Kabel, usw) ergänzt und erhielt eine Fremdstartanlage, genau wie die Ns1b
   
Nach dem Zerlegen des Motors und dem erneuten Abdichten der Ölpumpe sowie Einstellen der EP erfolgte der erfolgreiche Probelauf    

Probefahrt von Ns2f Grete - MyVideo

Der Motortausch:

 
Abnahme des Vorbaus mit dem Traktor   die Ns2f ohne Motor, gut zu sehen der Eigenbau-Grtiebeölfilter
 
Links der alte Wirbelkammer-Motor und rechts der neue Direkteinspritzer   Und alles wieder eingebaut

Einsatz bei der Parkeisenbahn Lutzketal:

 
Der Schaltkasten mit allen elektrischen Bedienelementen   Grete auf Tour durch ihr neues Revier, hier auf dem Holzplatz

Im November 2001 erhielt die Lok den einen wassergekühlten EM 2-15, der wurde eingebaut und zum laufen gebracht. Aber der Motor wurde wieder ausgebaut. 2002 wurde die Lok in einem Rehbraun von außen lackiert und Anfang 2004 wurde der ursprüngliche luftgekühlte Motor EML 2-15 nach einer GR wieder in den inzwischen farblich aufgewerteten Motorraum gepflanzt. Die Elektrik wurde neu verlegt. Fensterscheiben wurden angefertigt und eingebaut, die fehlende Getriebeölanlage durch eine Eigenbauölfilteranlage und durch neue Schläuche ersetzt.

Es wurde ein kleiner Auspuff gebaut, der durch das vorhandene Loch führt. Die elektrische Anlage bekam eine Steckdose für die Fremdstarteinrichtung und ein kleines Bedienpult zum anlassen des Motors vom Motorraum aus, das Gasgestänge wurde angefertigt ebenso wie die diversen Dieselleitungen und eine neue Halterung für den Dieselfilter und für den Ölbadluftfilter, Kupplung zwischen Motor und Getriebe wurde überarbeitet und der Motor genau ausgerichtet. Dieverse Kleinigkeiten wurden umgebaut bzw komplettiert.

Der Motor wurde endlich zum laufen gebracht, nachdem er schon über 8 Jahre in der Lok stand. Vorher mußte die Ölpumpe nochmal abgedichtet und die Einspritzpumpe eingestellt werden.

Leider stellte sich nach einigen Testläufen raus, dass der Motor einen verdeckten Kurbelwellenschaden haben muß, denn das Schwungrad fiel mehrmals ab (abscheren der hochfesten Schrauben) und die Aufnahme der Keilriemenscheibe brach auch mehrmals, zudem war die Geräuschentwicklung abnormal laut, aber eben ohne Kurbelwellentypische Geräusche.

Nun erfolgte der Einbau eines Schönebecker Direkteinspritze-Motors aus einem T-174/2. Dieser lief und wurde nur gereinigt und lackiert.

Am 15.11.2008 wurde "Grete" auf die Gleise der Parkeisenbahn Lutzketal verfrachtet um dort als Ersatz für vorübergehend ausgeliehende Ns2f zu fahren.

Inschwischen wurde auch die E-Anlage der "Grete" komplettiert und ist nun auch fertiggestellt.